Jeder achte Teenager zeigt bereits Anzeichen von lärmbedingttem Hörverlust
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Eine neue Längsschnittstudie von Forschern aus Rotterdam deutet darauf hin, dass messbare Höprobleme bis zum Ende der Oberschule überraschend häufig sind.1 Mit 18 Jahren hatten etwa 6% der Jugendlichen einen sensorineuralen Hörverlust, und etwa 1 von 8 (12,9%) zeigte Muster, die mit lärminduziertem Schaden vereinbar waren.
Obwohl sich der Gesamtprozentsatz der Jugendlichen mit Hörverlust zwischen 13 und 18 Jahren nicht stark änderte, verschlechterten sich der Schweregrad und das Schadenmuster im Laufe der Zeit. Die Hochfrequenzschwellwerte verschlechterten sich und „Lärmkerben" im Audiogramm – ein klassisches Zeichen für Lärm trauma – waren im späten Jugendalter häufiger in beiden Ohren vorhanden.
Die Autoren warnen davor, dass diese scheinbar bescheidenen Verschiebungen den Boden für größere Höprobleme, Tinnitus und Kommunikationsschwierigkeiten später im Leben bereiten können.
Die Forschung, die aus der so genannten Generation-R-Studie stammt, ist eine große prospektive Kohortenstudie von Kindern in Rotterdam, die von vor der Geburt bis ins Erwachsenenalter verfolgt wurden. Sie umfasst 3.347 18-Jährige, die einen Hörtest absolvierten, und 2.847 hatten vergleichbare Audiogramme sowohl mit 13 als auch mit 18 Jahren (die Audiometrie wurde im Alter von 13 Jahren von 2016–2019 und erneut im Alter von 18 Jahren von 2020–2024 durchgeführt).
Das Team konzentrierte sich auf zwei Hauptergebnisse:
Diese Kriterien sollen permanente Innenohrbeschädigungen von vorübergehenden Zuständen wie Mittelohrerguß unterscheiden.
Die Studie ergab, dass 6,2% der Jugendlichen die Kriterien der Studie für sensorineuralen Hörverlust erfüllten, während 12,9% die Kriterien für wahrscheinlichen lärminduziertem Hörverlust erfüllten – wobei letzteres etwa 1 von 8 Jugendlichen darstellt.
In der Untergruppe, die im Alter von 13 und 18 Jahren getestet wurde, stiegen die Gesamtprozentsätze mit Hörverlust nicht dramatisch an, aber es entstanden mehrere besorgniserregende Muster:
Für Audiologen bekräftigen die Daten eine Botschaft, die oft vermutet, aber selten in einer prospektiven Kohorte quantifiziert wird: lärmbedingte Schäden entstehen früh, und einmal vorhanden, neigen sie dazu, fortzuschreiten.
Lärminduzierter Hörverlust wird durch Schäden an empfindlichen Sinneszellen im Innenohr verursacht. Einmal beschädigte Zellen regenerieren sich nicht, daher können auch „leichte" permanente Schwellwertverschiebungen in der Adoleszenz langfristige Folgen haben.
Frühere Arbeiten – einschließlich früherer Analyse der Generation R – haben sogar leichten Hörverlust bei Kindern mit mehr Verhaltens- und psychosozialen Problemen und schlechteren schulischen Leistungen im Vergleich zu normalhörenden Altersgenossen verbunden.
Aus einer langfristigen Perspektive kann frühe Lärmbelastung auch die Reserve der Hörfunktion reduzieren und möglicherweise das Alter vorziehen, in dem Erwachsene behindernde Höprobleme erfahren.
Die AAO-HNS schätzt, dass bis zu 17% der US-amerikanischen Jugendlichen bereits audiometrische Merkmale aufweisen, die mit NIHL vereinbar sind, und in einer Pressemitteilung wird hervorgehoben, wie alltägliche Lärmquellen – laute Musik über Kopfhörer, Konzerte, Clubs, Gaming-Headsets, Feuerwerk, Motorräder – leicht sichere Grenzen überschreiten können.2 Anhaltende Belastung über etwa 85 dB kann permanente Schäden verursachen, und viele tragbare Audiogeräte können bei maximaler Lautstärke 100–115 dB ausgeben.
Zusammengenommen erzählen die neuen Längsschnittergebnisse und bestehenden öffentlichen Gesundheitsdaten eine konsistente Geschichte: das Gehör von Jugendlichen ist gefährdet, und wir erfassen den Schaden oft erst, wenn er bereits permanent ist.
Für Eltern, Jugendliche und Höfachleute bekräftigt diese Studie die Notwendigkeit regelmäßiger Beratung und vorbeugender Maßnahmen:
Für Höfachleute bieten die Generation-R-Daten starke, praxisnahe Belege zur Unterstützung proaktiver Aufklärung, Früherkennung und gezielter Beratung zu Freizeitlärmbelastung lange vor dem Erwachsenenalter.
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Karl Strom ist der Chefredakteur von HearingTracker. Er war Gründungsredakteur des The Hearing Review und berichtet seit über 30 Jahren über die Hörhilfeindustrie.