Sprache im Lärm: Einige neue Perspektiven von Chatable
Das KI-Unternehmen Chatable hat eine Reihe von Deep-Tech-Blogs direkt vom Gründer und CSO, Dr Andrew Simpson, veröffentlicht)
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Dr Andy Simpson, Gründer und Chief Scientist bei ChatableApps, hat eine Reihe von Blogartikeln veröffentlicht, die die Welten der auditiven Neurowissenschaften, künstlichen Intelligenz und Hörtechnologie miteinander verbinden. Mit der Einführung des Konzepts der neurowissenschaftlich geleiteten AI entwickelt Chatable seine künstliche Intelligenz anhand des Bauplans des Gehirns: „Neurowissenschaft ist der Prozess des Reverse Engineering des Gehirns“, sagt Simpson.
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Die Herausforderung auf dem Gerät
Neue und etablierte Akteure der Hörgerätebranche versuchen, das seit Langem bestehende Problem des Sprachverstehens bei Störgeräuschen mit innovativen KI-Ansätzen zu lösen. Trotz des offensichtlichen Potenzials von KI scheint KI-gestützte Störgeräuschunterdrückung in Echtzeit direkt auf dem Gerät unerreichbar; damit KI Sprache auf einem Hörgerät verarbeiten kann, muss die Software klein genug sein, um auf einen winzigen Hörgerät-Mikrochip zu passen, und schnell genug, um eine inakzeptable Sprachverzögerung zu vermeiden.
Sprachverzögerung (verursacht durch schlechte Latenz) ist ein großes Problem bei Hörgeräten. Wenn Sie mit jemandem sprechen und dessen Stimme nicht mit den Lippenbewegungen synchron ist, führt dies zu Verwirrung und schlechtem Sprachverstehen. Um diesen Effekt zu minimieren, sollte Sprache nicht länger als fünf oder sechs Millisekunden verzögert werden. Mit den derzeitigen Technologien ist es für KI nahezu unmöglich, Klang so schnell zu verarbeiten und wiederzugeben.
Hinzu kommt das Problem, die Größe der KI-Software auf das Maß zu reduzieren, das für den Betrieb auf Hörgeräten erforderlich ist. „Man kann sie groß machen und gut klingen lassen, oder man kann sie klein machen und schlecht klingen lassen, aber man kann nicht beides haben“, betont Simpson. Doch Chatable scheint an einer Lösung für beide Probleme zu arbeiten.
„Neuroscience-Led AI“
Sprachverstehen bei Störgeräuschen ist seit einiger Zeit ein heißes Thema in der auditiven Neurowissenschaft, wie die Popularisierung des „Cocktailparty-Effekts“ zeigt. Der Cocktailparty-Effekt bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, Störgeräusche auszublenden, wenn man auf einer lauten Party einem Freund oder Kollegen zuhört. Die These von Chatable ist, auditive Neurowissenschaft und künstliche Intelligenz für einen neuen Ansatz beim Problem des Sprachverstehens bei Störgeräuschen zusammenzuführen — indem man für die Lösung auf das Gehirn schaut. Der Ansatz von Chatable ist „Neuroscience-Led AI“. Simpson glaubt, dass Neurowissenschaft und KI in Zukunft zu einer einzigen Disziplin verschmelzen werden und dass Chatable der Entwicklung voraus ist. „Die Rückentwicklung der Aufmerksamkeitsverarbeitung im Cortex ist das, was wir tun“, sagt Simpson.
Das Chatable-Team konzentriert sich darauf, wie das Gehirn Sprache bei Störgeräuschen verarbeitet und insbesondere auf das, was Neurowissenschaftler „Aufmerksamkeit“ nennen. „Wenn ein Baby schreit und es Ihr Baby ist: Das ist Aufmerksamkeit. Wenn es das Baby von jemand anderem ist: Das ist Ablenkung“, sagt Simpson, während er den „Bottom-up“-Prozess beschreibt, durch den Klänge im Gehirn selektiv verarbeitet werden. Dieser Mechanismus, so Simpson, schützt Sie vor einem „potenziell lähmenden Tsunami an Informationen“. Tatsächlich zielt Chatable mit seinem gehirnzentrierten Ansatz nicht nur auf Hörbeeinträchtigungen, sondern auch auf Autismus und ADHD ab. Der CEO von Chatable, Giles Tongue, veröffentlichte still und leise ein Video auf LinkedIn, das angeblich den Vater eines Autistischen Kindes zeigt, der sagt: „Es war fast so, als würde man sich mit jemandem unterhalten, der keine Form von Autismus hat“.
Verringerung potenzieller Lärmschäden durch KI
Dr Simpson wirft außerdem einige interessante Fragen zu Hörgeräten im Kontext der Lärmbelastung auf. Unter Verweis auf Empfehlungen der World Health Organization zur Lärmbelastung schlägt Dr Simpson eine mögliche Rolle für KI vor, um Hörgeräte sicherer zu machen, indem KI eingesetzt wird, um die unnötige Verstärkung von Störgeräuschen zu verhindern.
Eine Zukunft ohne Latenz?
Insgesamt wirkt dies wie ein frischer neuer Ansatz für das Problem des Sprachverstehens bei Störgeräuschen, und es gibt Anzeichen dafür, dass Chatable möglicherweise kurz vor einem bedeutenden Durchbruch steht: „Wir entwickeln die weltweit erste KI für Sprachverstehen bei Störgeräuschen in Echtzeit ohne Latenz“, sagt Simpson. Chatable scheint zudem gut positioniert zu sein — das Chatable-Team hat kürzlich Investitionen von einigen der führenden unabhängigen Audiologen des UK erhalten und untersucht aktiv Möglichkeiten, die Technologie durch Partnerschaften weiterzuentwickeln. Bleiben Sie dran.
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Abram Bailey, AuD
Gründer und PräsidentDr. Bailey ist ein führender Experte für Verbrauchertechnologie in der Hörgerätebranche. Er ist ein überzeugter Verfechter einer patientenzentrierten Hörversorgung und audiologischer Best Practices und begrüßt jede technologische Innovation, die den Zugang zu hochwertigen Hörergebnissen verbessert. Dr. Bailey besitzt einen Au.D. vom Vanderbilt University Medical Center.