TriHear ClearTV Serie zur Vereinfachung des TV-Streamings für Hörgeräte entwickelt
Die ClearTV Serie von TriHear ergänzt ein integriertes Display und protokollspezifische Modelle für Bluetooth- und ASHA-Hörgeräte, um TV-Streaming zu erleichtern und die Abhängigkeit von proprietärem Zubehör zu verringern.)
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TriHear mit Sitz in Hong Kong positioniert seine neue ClearTV Series als einfachere Alternative zu herkömmlichen proprietären TV-Streamern für Hörgeräte, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von Apps zu verringern und den Gerätestatus für Nutzer leichter verständlich zu machen.
In einem Blogbeitrag vom 4. Juni argumentiert das Unternehmen, dass viele Zubehörteile für Hörtechnologie komplizierter geworden sind, als sie sein müssten. Nutzer müssten häufig eine App herunterladen, ein Konto erstellen, LED-Anzeigen interpretieren oder ein Handbuch konsultieren, bevor sie mit dem Hören beginnen könnten. TriHear erklärt, dass die ClearTV Series auf einer anderen Idee basiert: TV-Hören soll sich eher wie das Einschalten eines Fernsehers anfühlen und weniger wie die Konfiguration einer Software.
Das TV-Streaming-Gerät verfügt über ein integriertes kontrastreiches Display, das Betriebsinformationen in Echtzeit direkt auf dem Gerät anzeigt. Statt sich ausschließlich auf blinkende farbige Lichter zu verlassen, zeigt der Bildschirm Berichten zufolge den Kopplungsstatus, Verbindungsstatus, die Lautstärke, die Eingangsquelle und den Batteriestatus an. Für ältere Erwachsene – oder für alle, die Schwierigkeiten damit hatten, die Bedeutung eines blinkenden blauen oder bernsteinfarbenen Lichts zu entschlüsseln – kann diese Art von Rückmeldung in klarer Sprache Einrichtung und Fehlerbehebung weniger verwirrend machen.
TriHear bietet zwei Versionen des Produkts an:
- TriHear ClearTV Bluetooth TV Streamer zum Preis von $99, wird als kompatibel mit ausgewählten Bluetooth-fähigen Phonak- und Unitron-Hörgeräten beschrieben.
- TriHear ClearTV ASHA TV Streamer zum Preis von $119 ist für ASHA-fähige Hörgeräte von Marken wie Oticon, Signia, ReSound, Widex, Starkey, Philips und anderen vorgesehen.
TriHear erklärt, dass das Bluetooth-Modell bis zu zwei Paare von Hörgeräten unterstützen kann, während das ASHA-Modell ein Paar unterstützt.
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Für Verbraucher ist das praktische Ziel einfach: TV-Audio direkt an kompatible Hörgeräte streamen, ohne die Fernsehlautstärke für alle anderen Personen im Raum erhöhen zu müssen. Dies kann besonders hilfreich für Menschen sein, die Sprache in ruhiger Umgebung einigermaßen gut verstehen, aber aufgrund von Hintergrundmusik, schneller Sprache, schlechten TV-Lautsprechern oder der Entfernung zum Bildschirm Schwierigkeiten mit TV-Dialogen haben.
Für Hörakustiker könnte der interessantere Punkt das Design der Benutzeroberfläche sein. TV-Streamer sind nicht neu, und die meisten großen Hörgerätehersteller bieten bereits proprietäre Zubehörteile an. Viele dieser Produkte sind jedoch weiterhin von markenspezifischen Systemen und Begleit-Apps abhängig, und ihre Statusleuchten können für Nutzer verwirrend sein, sagt TriHear. Das Unternehmen betont die einfache Bedienung ebenso stark wie die drahtlose Leistung und argumentiert, dass unterstützende Hörgeräte klar mit Nutzern kommunizieren sollten, statt von ihnen zu verlangen, technische Signale zu interpretieren.
Die ClearTV Series umfasst zudem ein wiederaufladbares Design. Laut TriHear bieten beide Modelle bis zu 12 Stunden typische Nutzung, laden in etwa 2 Stunden auf und ermöglichen eine drahtlose Reichweite von bis zu 20 Metern. Die Geräte können über einen optischen oder 3.5 mm-Audioeingang mit einem Fernseher verbunden werden, und TriHear legt beide Kabel bei.
Kompatibilität ist entscheidend
Die Kompatibilität bleibt der entscheidende Vorbehalt. ASHA (Audio Streaming for Hearing Aids) ist ein auf Bluetooth Low Energy basierender Ansatz für direktes Streaming zwischen kompatiblen Android-Geräten und Hörgeräten. Google merkt an, dass ASHA verbindungsorientierte Bluetooth Low Energy-Kanäle und Pufferung nutzt, um Audio-Streaming für Hörgeräte zu unterstützen, die Kompatibilität jedoch je nach Hörgerätemodell, Smartphone, Firmware-Version und Implementierung variieren kann. TriHear weist ebenfalls darauf hin, dass die Bluetooth- und Hörgerätekompatibilität je nach Gerätemodell, Firmware-Version und Herstellerspezifikationen variieren kann.
Für Verbraucher bedeutet das, dass Sie nicht davon ausgehen sollten, dass ClearTV automatisch mit jedem Hörgerät funktioniert, nur weil das Hörgerät Bluetooth hat. Käufer sollten vor dem Kauf das genaue Hörgerätemodell, die Firmware und die Kompatibilitätshinweise von TriHear prüfen. Audiologen sollten die Kompatibilität möglicherweise ebenfalls überprüfen, bevor sie das Gerät empfehlen, insbesondere bei Patienten, die sich weniger sicher bei der Fehlerbehebung drahtloser Zubehörteile fühlen.
TriHear führt auf seinen ClearTV-Produktseiten allgemeine Marken- und Protokollkompatibilität auf, scheint jedoch keine detaillierte Kompatibilitätsdatenbank nach einzelnen Modellen anzubieten. Für Verbraucher bedeutet das, dass es ratsam wäre, das genaue Hörgerätemodell vor dem Kauf zu bestätigen.
Darüber hinaus beschreibt TriHear das ClearTV Bluetooth-Modell nicht als Auracast-Sender. Stattdessen scheint es herkömmliches Bluetooth LE-Streaming für kompatible Phonak- und Unitron-Hörgeräte zu verwenden, während das separate ASHA-Modell für ASHA-fähige Hörgeräte anderer Marken vorgesehen ist. Verbraucher mit Auracast-fähigen Hörgeräten sollten die Kompatibilität überprüfen, bevor sie davon ausgehen, dass ClearTV für ihre Hörgeräte funktioniert.
Durch das Hinzufügen eines Bildschirms, die geringere Abhängigkeit von der Smartphone-Einrichtung und das Angebot protokollspezifischer Modelle, die mit mehreren Hörgerätemarken funktionieren, weist TriHear jedoch auf eine umfassendere Idee hin: ein universelleres TV-Hörsystem statt der proprietären, markenspezifischen Streamer, die diese Kategorie traditionell dominiert haben. Die Kompatibilität muss weiterhin anhand des Hörgerätemodells überprüft werden, doch das Ziel ist klar – TV-Streaming leichter verständlich, einfacher einzurichten und weniger abhängig davon zu machen, innerhalb des Ökosystems eines einzelnen Herstellers zu bleiben.
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Karl Strom
ChefredakteurKarl Strom ist der Chefredakteur von HearingTracker. Er war Gründungsredakteur von The Hearing Review und berichtet seit über 30 Jahren über die Hörgerätebranche.