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Kommt dir das bekannt vor?

Freundin #1 sagt etwas, aber ich habe es nicht gehört. Ich bitte sie, es zu wiederholen, doch bevor ich die Worte herausbringe, hat Freundin #2 ihr bereits geantwortet und das Gespräch vorangebracht, aber weiter von mir weg. Ich sage erneut „Was?“, aber das hält den Gesprächsfluss nicht auf. Freundin #1 antwortet Freundin #2, und sie machen weiter, während ich zurückbleibe.

Freundin #3, die meine Frustration bemerkt, fungiert als Übersetzerin und fasst zusammen, was gesagt wurde, damit ich aufholen kann. Obwohl dies ein aufmerksames Verhalten ist und uns oft wieder auf den richtigen Weg bringt, frage ich mich manchmal, ob es das Problem aufrechterhält, indem es das rücksichtslose Verhalten ermöglicht.

Abendessen mit Hörverlust
Die Sitzordnung zu steuern, einen Hörbegleiter hinzuzuziehen und offen mit Ihrem Hörverlust umzugehen, sind hilfreiche Strategien für bessere Gespräche.

Hörverlust macht die Abendessenszeit herausfordernd

Für viele Menschen ist das Abendessen der geselligste Teil des Tages. Das trifft sicherlich auch auf mich zu. Ob Familienessen, Date-Night, Arbeitsveranstaltung oder ein Abend mit Freunden – Gespräche und Verbundenheit drehen sich oft um den Esstisch.

Dies kann für Menschen mit Hörverlust eine herausfordernde Situation sein, da bei Mahlzeiten oft andere Faktoren eine Rolle spielen:

  • Störgeräusche können Gespräche übertönen, insbesondere beim Essen außer Haus.
  • Kauen verzerrt Lippen- und Gesichtsausdrücke und erschwert das Lippenlesen.
  • Servietten halten unsere Gesichter sauber, verdecken jedoch unseren Mund, wenn sie während des Sprechens verwendet werden.
  • Gedämpfte Beleuchtung kann Hinweise zum Absehen verdecken.
  • Menschen sprechen durcheinander oder wechseln ohne Vorwarnung das Thema.
  • Manchmal entstehen innerhalb der Gruppe Nebengespräche.

Tipps für bessere Gespräche zu den Mahlzeiten

Wie können wir sicherstellen, dass wir nicht vom Gespräch ausgeschlossen werden? Nutzen Sie diese Tipps – und teilen Sie sie mit Ihren Essenspartnern –, um die Gesellschaft und Freude bei Ihrer nächsten gemeinsamen Mahlzeit zu genießen.

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1. Kontrollieren Sie die Sitzordnung. Auch wenn dies nicht immer möglich ist, kann die Kontrolle über die Sitzordnung die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunikation schaffen. Idealerweise positioniere ich mich mit dem Rücken an einer Wand oder in einer Ecke, um Störgeräusche abzuschirmen. Ich bitte meine schwierigsten Gesprächspartner, mir gegenüber zu sitzen, damit ich Hinweise aus dem Lippenlesen nutzen kann, um sie besser zu verstehen.

2. Bitten Sie einen Hörbegleiter um Hilfe. Obwohl ich mir manchmal Sorgen mache, dass „Übersetzer“ am Esstisch dazu führen, dass schlechtes Kommunikationsverhalten anderer fortgesetzt wird, helfen sie zweifellos. Bitten Sie einen Hörbegleiter, Sie auf einen Themenwechsel aufmerksam zu machen oder etwas zu wiederholen, das Sie verpasst haben.

3. Sprechen Sie offen über Ihren Hörverlust. Eine einfache Möglichkeit dafür ist, während Sie organisieren, wo alle sitzen werden. Sagen Sie etwa: „Ich habe einen Hörverlust, daher würde ich, wenn es niemanden stört, gerne mit dem Rücken zur Wand sitzen“, oder: „Bob, würdest du dich mir gegenüber setzen, damit ich dich besser hören kann? Ich habe Schwierigkeiten, leise Stimmen zu hören.“

4. Kontrollieren Sie nach Möglichkeit die Umgebung. Lassen Sie das Licht hell und die Musik leise. Selbst beim Essen außer Haus können Anpassungen vorgenommen werden, wenn Sie mit dem Manager sprechen oder einen Hinweis in Ihrer Reservierung vermerken. Vorausplanung erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür.

5. Erinnern Sie die Menschen an gute Kommunikationsgewohnheiten**.** Bitten Sie die Menschen, nacheinander zu sprechen und Gesicht sowie Mund frei von Hindernissen zu halten, um das Lippenlesen zu erleichtern. Sie werden es vergessen, daher kann gelegentlich eine freundliche Erinnerung nötig sein.

6. Wählen Sie Ihre Kämpfe. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Essenssituation völlig frei von Kommunikationsproblemen ist. Das ist in Ordnung. Denken Sie daran, dass Sie nicht jedes Wort hören müssen, um den Kern des Gesprächs zu verstehen. Stellen Sie bei Bedarf ein paar klärende Fragen, versuchen Sie jedoch, nicht jeden Sprecher zu überfordern, es sei denn, die Information ist entscheidend.

7. Verwenden Sie Handzeichen, um anzuzeigen, wenn Sie nicht hören können. Wenn Sie Ihre Hand um das Ohr legen oder auf Ihr Ohr zeigen, weiß der Lautsprecher, dass Sie ihn nicht hören können, ohne den Gesprächsfluss zu unterbrechen. Ein Daumen hoch zeigt ihm, dass Sie für seine Bemühungen dankbar sind.

8. Nutzen Sie unterstützende Hörtechnologie. Je nach Größe der Gruppe kann ein Fernmikrofon oder ein ähnliches Gerät dabei helfen, entfernte Stimmen näher zu bringen oder sie über Störgeräusche hinweg zu verstärken. Experimentieren Sie auch mit verschiedenen Einstellungen Ihrer Hörgeräte. Wenn Sie Ihre Familie einbeziehen, kann daraus ein unterhaltsames Technologieabenteuer werden.

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  • Shari Eberts

    Shari Eberts

    Fürsprecher für Hörgesundheit

    Shari Eberts ist eine engagierte Fürsprecherin, Autorin und Lautsprecherin für Themen rund um Hörverlust. Sie ist die Gründerin von Living with Hearing Loss, einem beliebten Blog und einer Online-Community für Menschen mit Hörverlust, sowie Executive Producer von We Hear You, einer preisgekrönten Dokumentation über die Erfahrung mit Hörverlust. Ihr gemeinsam verfasstes Buch Hear & Beyond: Live Skillfully with Hearing Loss ist der ultimative Überlebensleitfaden für ein gutes Leben mit Hörverlust. Shari hat einen genetisch bedingten Hörverlust, der im Erwachsenenalter eingesetzt hat, und hofft, dass sie anderen durch das Teilen ihrer Geschichte dabei helfen wird, friedlicher mit ihren eigenen Hörproblemen zu leben. Besuchen Sie Shari auf LivingWithHearingLoss.com.