Widex und Sivantos gründen WS Audiology, das weltweit drittgrößte Hörgeräteunternehmen
Die „Big Six“ sind jetzt die „Big Five“)
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Widex und Sivantos haben ihre Fusion abgeschlossen und damit ein neues globales Hörgeräteunternehmen mit einem neuen Namen geschaffen—WS Audiology. Mit einem gemeinsamen Umsatz von EUR 1.7 billion ($1.9 billion USD) und mehr als 10,000 Mitarbeitenden in 125 Märkten ist WS Audiology nun das drittgrößte Hörgeräteunternehmen der Welt.
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Widex- und Signia-Hörgeräte werden weiterhin die Flaggschiffmarken der fusionierten Holdinggesellschaft sein. Zu den weiteren Marken von WS Audiology gehören Rexton- und Audio Service-Hörgeräte sowie Einzelhandelsgruppen, die in Nordamerika, Europa und anderen Märkten tätig sind.
Eine Fusion unter Gleichberechtigten
WS Audiology erklärte, ein neues gemeinsames Unternehmensführungsteam spiegele „eine ausgewogene Vertretung von Sivantos und Widex wider.“
- Jørgen Jensen, bislang CEO von Widex, wird das neue Unternehmen als Chief Executive Officer leiten. Bevor er 2013 zu Widex kam, war er CEO von Nilfisk-Advance. Zuvor arbeitete er für McKinsey.
- Wolfgang Ollig, ehemaliger CFO von Sivantos, wird dieselbe Position im neuen Unternehmen weiterhin innehaben. Bevor er 2016 zu Sivantos kam, war er CFO bei Hella, einem führenden Automobilzulieferer, und begann wie Jensen seine Karriere bei McKinsey.
- Thomas Ebeling, Vorsitzender des Vorstands von Sivantos, wurde zum Vorsitzenden des Vorstands von WS Audiology ernannt.
- Jan Tøpholm, bislang Vorsitzender von Widex, wird die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen.
- Ignacio Martinez, bisher CEO von Sivantos, wird dem Vorstand beitreten.
- Henrik Bender, bislang CFO von Widex, wird den Integrationsprozess leiten.
Vorerst bleibt WS Audiology ein privates Unternehmen im Besitz der Familien Tøpholm und Westermann sowie von Fonds unter der Verwaltung des globalen Investmentunternehmens EQT und der Familie Strüngmann.
Skalierung für den Wettbewerb
„Diese Fusion verleiht WS Audiology die Größe und Innovationsfähigkeit ... um mit erstklassigen Produkten zu überzeugen und unser gemeinsames Wachstum über alle unsere Marken hinweg zu beschleunigen“, sagte WS Audiology CEO Jørgen Jensen.
Das Unternehmen legte jedoch keine Pläne für mögliche Änderungen im Management oder Betrieb offen, außer dass die Strategie darin bestehe, „sein Wachstum zu beschleunigen, seine Marktdurchdringung zu stärken und Effizienzsteigerungen zu erzielen, um zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Lieferkette zu ermöglichen.“
Das fusionierte Unternehmen mit zwei Hauptsitzen in Dänemark und Singapur ist nun der drittgrößte Anbieter in einer Branche, in der nur fünf Unternehmen derzeit mehr als 80% des globalen Marktes für Hörgeräte kontrollieren. Sonova Group (Phonak- und Unitron-Hörgeräte) und Demant A/S (Oticon-Hörgeräte) sind die beiden Marktführer, während GN Hearing (ReSound-Hörgeräte) und Starkey Hearing Technologies den vierten bzw. fünften Platz belegen.
Die „Big Five“ sind profitable globale Unternehmen, die intensiv miteinander konkurrieren, um am Premium-Ende des Marktes innovativere Hörlösungen anzubieten. Sie stehen jedoch zunehmend unter Druck, preisgünstigere Lösungen für die Hunderte Millionen Verbraucher weltweit mit Hörverlust anzubieten, die sich Hörgeräte nicht leisten können.
In den USA wird der kürzlich verabschiedete OTC Hearing Aid Act 2020 in Kraft treten und soll die Eintrittsbarrieren senken und neue Unternehmen dazu ermutigen, mit deutlich erschwinglicheren Produkten zu konkurrieren.
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David Copithorne
Mitwirkender RedakteurDavid Copithorne ist ein langjähriger Blogger zum Thema Hörverlust und regelmäßiger Autor bei Hearing Tracker. Im Jahr 2002 erlitt er eine plötzliche und hochgradige Hörbeeinträchtigung. Seitdem widmet er sich der Weitergabe der wertvollen Informationen, die er auf seinem Weg gelernt hat.