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Eine neue Studie, die in der Ausgabe vom 3. Januar 2024 von The Lancet Healthy Longevity veröffentlicht wurde, legt nahe, dass Erwachsene mit Hörverlust, die ihre Hörgeräte regelmäßig nutzen, im Vergleich zu Nichtnutzern ein bemerkenswert um 24% geringeres Sterberisiko haben könnten.

Zahlreiche Studien haben die negativen Auswirkungen von unbehandeltem Hörverlust hervorgehoben, darunter eine verkürzte Lebensspanne, zunehmende soziale Isolation, Depressionen und Demenz. Bislang haben Forschende jedoch nicht gezeigt, dass die Nutzung von Hörgeräten die lebensverkürzenden Auswirkungen von Hörverlust möglicherweise umkehren könnte.

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Die neue Studie unter der Leitung der Keck Medicine of USC-Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Janet Choi, MD, MPH stellt eine umfassende Untersuchung der komplexen Beziehung zwischen Hörverlust, Hörgerätenutzung und Sterblichkeit in den United States dar. Auf Grundlage von Daten aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) aus dem Zeitraum von 1999 bis 2012 identifizierte das Forschungsteam fast 10,000 Erwachsene im Alter von 20 und älter, die audiometrische Untersuchungen durchliefen und Angaben zu ihren Gewohnheiten bei der Nutzung von Hörgeräten machten. Während eines zehnjährigen Nachbeobachtungszeitraums verfolgte das Team den Sterblichkeitsstatus dieser Personen.

Janet Choi, MD, MPH
Janet Choi, MD, MPH

Unter den 1.863 Erwachsenen mit Hörverlust waren 237 regelmäßige Hörgerät-Nutzer – definiert als Personen, die Hörgeräte mindestens einmal pro Woche für 5 Stunden oder die Hälfte der Zeit trugen –, während 1.483 sie nie genutzt hatten. Teilnehmer, die angaben, die Geräte seltener als einmal im Monat oder noch seltener zu tragen, wurden als nicht regelmäßige Nutzer eingestuft.

Die Forschenden stellten einen Unterschied von fast 25 % beim Sterberisiko zwischen regelmäßigen Nutzern und Nie-Nutzern fest. Dieser Unterschied blieb über verschiedene Faktoren hinweg bestehen, darunter der Grad des Hörverlusts (geringgradig bis hochgradig), Alter, ethnische Zugehörigkeit, Einkommen, Bildung und Krankengeschichte. Umgekehrt zeigte sich kein nennenswerter Unterschied beim Sterberisiko zwischen nicht regelmäßigen Nutzern und Nie-Nutzern, was darauf hindeutet, dass eine sporadische Nutzung möglicherweise keine lebensverlängernden Vorteile bietet.

Die Forschung weist außerdem auf die unzureichende Nutzung von Hörgeräten hin: Nur 12,7 % der Menschen mit Hörverlust in der Studie nutzten Hörgeräte.

Wir fanden heraus, dass Erwachsene mit Hörverlust, die regelmäßig Hörgeräte verwendeten, ein um 24% geringeres Sterblichkeitsrisiko hatten als diejenigen, die sie nie trugen. Diese Ergebnisse sind spannend, weil sie darauf hindeuten, dass Hörgeräte eine schützende Rolle für die Gesundheit von Menschen spielen und einen frühen Tod verhindern können.“

— Janet Choi, MD, MPH

Während die Studie darauf verzichtete, sich mit den Einzelheiten zu befassen, warum Hörgeräte zu einem längeren Leben beitragen könnten, liefern aktuelle Forschungsergebnisse, die auf ein stärkeres soziales Engagement sowie geringere Depressions- und Demenzraten unter Hörgeräteträgern hinweisen, vielversprechende Erkenntnisse. Der mögliche Zusammenhang zwischen verbesserter psychischer Gesundheit, gesteigerter Kognition durch besseres Hören und einer allgemeinen Verbesserung der Gesundheit deutet auf einen Weg zu einer längeren Lebenserwartung hin.

Dr. Choi, die aus eigener Erfahrung mit Hörverlust vertraut ist, kann die Herausforderungen nachvollziehen, die der Nutzung von Hörgeräten im Weg stehen, darunter Kosten, gesellschaftliche Stigmatisierung und die Schwierigkeit, geeignete Geräte zu finden. Unbeirrt steht sie an der Spitze der Entwicklung einer KI-gestützten Datenbank, die nicht nur Hörgeräteoptionen kategorisiert, sondern sie auch auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zuschneidet. Sie setzt sich für größere Studien ein, um den differenzierten Zusammenhang zwischen regelmäßiger Hörgerätenutzung und einem geringeren Sterberisiko zu entschlüsseln, mit dem Ziel, bessere Hörversorgungspraktiken in der breiteren Bevölkerung zu fördern.

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Zu den Studienautoren gehörten neben Dr. Choi Frank Lin von Johns Hopkins University School of Medicine, Meredith Adams von der University of Minnesota sowie Eileen Crimmins und Jennifer Ailshire von der University of Southern California.

Quelle: University of Southern California-Health Sciences und The Lancet Healthy Longevity

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    Karl Strom

    Chefredakteur

    Karl Strom ist der Chefredakteur von HearingTracker. Er war Gründungsredakteur von The Hearing Review und berichtet seit über 30 Jahren über die Hörgerätebranche.